ghetto
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Ich kann fließend Noten lesen ± seit ich denken kann, Tabs kenne ich dafür erst seit wenigen Jahren. Nach Noten spiele ich auch heute noch leichter als nach Tabs und ich stehe dazu, weil ich weiß, dass ich nur mit Noten auch mit anderen Instrumenten (und mit den SängerInnen in meinem Chor) kompatibel bin.
Eine Ausnahme gibts jedoch, bei der ich fast nur nach Tabs spielen kann, und das sind stark von der Normal-EADGHE-Stimmung abweichend gestimmte Gitarren. DADGHE geht noch gut, DADGAD geht noch, aber bei einer GGDGHC-gestimmten Gitarre (siehe meinen MS \"Norwegian mood\") kann ich die Noten vergessen, da spiele ich rein nach den Tabs. Das sind aber Ausnahmen...
Wie man es lernen kann, nach Noten zu spielen, kann ich \"alten Tabbern\" leider nicht verraten. Ich konnte die Noten schon von der Blockflöte her und habe dieselben Noten dann auf der Gitarre gesucht. Dann habe ich einfache Melodien gespielt, zuerst mit 2-3 und sukzessive mit immer mehr verschiedenen Tönen. Auch die Rhythmen wurden mit der Zeit komplizierter und zu der einen Melodiestimme kamen eine zweite Melodiestimme und sogar eine Bass- oder Begleitstimme dazu. Das geht alles mit Noten und die Dinger haben den gewaltigen Vorteil, dass der Rhythmus eindeutig angegeben ist. Mit Profi-Tabs (GP5 und so) geht das zwar auch, aber im weit verbreiteten txt-Format gibts m.E. nur wenig befriedigende Lösungen um Viertel- von Achtelnoten zu unterscheiden. Außerdem kannst du zu den Noten auch den Bund, den Finger und/oder die Saite dazuschreiben. Wird zwar ein Wenig voller, aber für die wichtigsten Informationen ist immer Platz. Vor allem in meiner ersten Jahren waren solche Angáben für mich eine große Hilfe, mittlerweile brauche ich sie nicht mehr, weil ich den Hals mittlerweile kenne und den optimalen Fingersatz selbst schnell genug herausfinde.
Gruß,
GHETTO
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| 13-04-2010, 23:10 |
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