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Gage - was bin ich wert? - Druckversion

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RE: Gage - was bin ich wert? - AndyTheke - 07-01-2014

Weils ja irgendwie um Geld geht, habe ich das mal in dieses Board gepostet...

Hiho,
ich soll bei der Diplomvergabe unserer FH 2x ca. ne 1/4 Stunde spielen.
Was kann ich für soetwas verlangen?

Gruß


- Pida - 07-01-2014

Ich weiß von einer (großen) Fakultät einer (ebenfalls großen) Uni, die dafür ein Budget von etwa 300 € hat.


- AndyTheke - 07-01-2014

Danke, das Budget kenne ich nicht Smile
Villeicht hat ja jemand noch Erfahrungswerte ?!?

Gruß


- Panka77 - 07-01-2014

Ich habe an Heiligabend zusammen mit einer Sängerin drei mal ne halbe Stunde in einem Altenheim gespielt. Dafür haben wir 275€ Gage bekommen wovon ich 130€ bekommen habe.


- Pida - 07-01-2014

Zitat: Original von AndyTheke:Danke, das Budget kenne ich nicht Smile
Ich meinte, dass allein das Budget für die Musiker, die zu diesen Veranstaltungen gebucht werden, 300 € beträgt.


- AndyTheke - 07-01-2014

Ja, hatte ich auch richtig verstanden Smile


- hoggabogges - 08-01-2014

Nix. Du bist unbezahlbar :x


- grobi66 - 08-01-2014

... davon abgesehen, dass unser Arne sowieso unbezahlbar ist hier nur zum Spass ein paar Rechenbeispiele:
300 € für eine Gesamtspielzeit von 0,5 Std. würde für den Einzelmusiker einen Stundenlohn von 600 € bedeuten Thumbs
Wozu will man da noch Popstar werden?

Die genannten 300 € waren sicherlich für eine mehrköpfige Band gedacht, die den ganzen Abend (4 Std. +Zugabe) spielt.
Also geteilt durch 4 Musiker durch 4 Std.= ca.25 € Stundenlohn.

Da Arne sicherlich mindestens den Unterhaltungswert einer ganzen Band bietet, gleichzeitig persönlich mit der FH zu tun hat, würde ich für den Kurzauftritt + Zugaben erstmal glatte 100 € als \"Aufwandsentschädigung\" vorschlagen, um nicht allzu gierig, aber auch nicht zu \"billig\" zu wirken. (Ein Stundenlohn von somit 200 € wäre immer noch eine Super-Ausgangsbasis Wink )

Je nachdem wie der Etat dann tatsächlich ist, kann man gut noch auf 50 € runtergehen. Wenn die Kasse auch das nicht hergibt, aber das persönliche Verhältnis und das Drumherum stimmt, würde ich die Sache auch umsonst machen.
Ich stelle mir das als spaßige Aktion vor, die auch ohne Gage ihren Aufwand wert ist. Klampfer1


- Pida - 08-01-2014

Nee, die 300 € waren für etwa vier Songs gedacht.

Zwei mal eine Viertelstunde Begleitmusik (wie bei Andy) heißt ja nicht, dass der Musiker insgesamt 30 Minuten investieren muss. In meinem Beispiel muss er gegen 12 Uhr vor Ort sein und kann um 18 Uhr einpacken.

Natürlich berücksichtigen viele Veranstalter solche Fragen nicht oder können einfach nicht mehr zahlen. Bei öffentlichen Auftraggebern habe ich aber ganz gute Erfahrungen gemacht (25-60 € pro Person und Stunde Anwesenheit).


- Toco - 08-01-2014

@grobi

Du kannst doch nicht allein die tatsächliche Spielzeit für den Stundenlohn zugrundelegen... Vorbereitung, An- und Abreise, Auf- und Abbau, Warterei... ich denke zwar auch, dass 300€ eher für eine mehrköpfige Formation veranschlagt wäre, aber keine Ahnung, was man alleine verlangen kann.


- AndyTheke - 08-01-2014

Die Verhandlungen waren heute Vormittag und sind per Handschlag abgeschlossen.
Für 8 Songs (also tatsächlich ne halbe Stunde) sind das viele €, na, da werd ich mich doch nicht beschweren. BTW, das Angebot kam von ihm.
Shit, da muss ich wohl mal vorher üben ;D

Gruß


- Pida - 08-01-2014

Zitat: Original von Toco:Du kannst doch nicht allein die tatsächliche Spielzeit für den Stundenlohn zugrundelegen... Vorbereitung, An- und Abreise, Auf- und Abbau, Warterei... ich denke zwar auch, dass 300€ eher für eine mehrköpfige Formation veranschlagt wäre, aber keine Ahnung, was man alleine verlangen kann.
Die 300 € wurden in unterschiedlichen Jahren für 1-3 Musiker gezahlt. In diesem Fall (öffentlicher Auftraggeber) muss die verantworltiche Person halt ihr Budget einhalten, aber nicht weiter wirtschaflich handeln. Ein Kneipenwirt würde die Anzahl der Musiker sicher berücksichtigen.

Ist aber immer ein Glücksspiel, wenn man selbst zuerst einen Preis vorschlägt.


- babarossa - 09-01-2014

Gage ist immer Betriebsgeheimnis.
Angesichts deines Bekanntheitsgrads, des Repertoires, Aufwands, Anlasses und Auftragsgebers scheint mir das aber nicht unterbezahlt. :-D


- jayminor - 09-01-2014

Hallo Leute,
die Gage, wie Pida und toco schon schrieben, wird nicht für reine Spielzeit gezahlt, sondern für den Aufwand insgesamt. Also . . .
- Anfahrt
- Aufbau + Soundcheck, bevor Publikum da ist
- Komplette Veranstaltung da sein
- Abbauen, wenn Publikum wieder weg ist
- Abfahrt
Da ist dann auch egal, ob man in der Zeit 3, 5 oder 8 Songs spielt. Man ist eh die ganze Zeit da.
In manchen Fällen (z.B. Hochzeiten) kommen dann evt. noch \"gewünschte Songs\" dazu, für die man sich ggf. noch speziell vorbereiten muss, also vorher schon Zeit aufwendet

Die Berechnung des 600 Euro Stundenlohns von grobi lasse ich daher nicht gelten. Bei einem Aufwand (ohne spezielle Songs) wie oben beschrieben (ca 5 Stunden), komme ich bei Gage von 300 Euro auf maximal 60 Euro, und das verlangt jeder Handwerker auch.
Natürlich gibt es Gelegenheiten, bei denen ich deutlich weniger (sogar NULL) verlange. Das hat dann aber Gründe, wie z.B.
- private Verbundenheit
- Benefiz-Gedanken
- werbliche Präsentation
- Trittbrettfahren bei Top-Leuten (Vorprogramm, Double-Header)

4 Stunden für 300 Euro würde ich Solo nicht machen und erst recht nicht mit der Band, wenn nicht einer der Gründe oben zieht.
Meine 6-köpfige Band, bei 2 x 45 Minuten Programm, sollte im Normalfall schon vierstellig sein (klappt aber icht immer I) )

Grundsätzlich gilt für mich:
Man ist immer so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu zahlen.
Und wenn ich meinen Wert anders einschätze als der Zahlungs-(un)willige, dann spiele ich da eben nicht.


- Follikel - 09-01-2014

Zitat: Original von jayminor:

Natürlich gibt es Gelegenheiten, bei denen ich deutlich weniger (sogar NULL) verlange. Das hat dann aber Gründe, wie z.B.

- werbliche Präsentation



Jay Minor y.a.p. (yet another picker) [/sig]
Pruust...

hier hab ich beim überfliegen \"weibliche Personen\" gelesen, und dachte


.... jo, is ok