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Dämpfen der E-Saite bei akkorden - Druckversion

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RE: Dämpfen der E-Saite bei akkorden - Jerrywonda - 10-01-2009

Hallo zusammen!
Ich hätte eine Frage an euch.
Soweit ich weiß sind die normalen Dur-und Mollakkorde einfache Dreiklänge.
Also besteht Am z.b aus den Tönen A, C und E.
Warum wird aber bei diesem Akkord und bei vielen anderen auch, die ein E enthalten, die tiefe E-Saite abgedämpft?
LG!
Jerry


- Andy63 - 10-01-2009

laienhafte Antwort eines Theorie-Noob:

Weil es sich besser anhört, wenn der tiefste Ton der Grundton ist. Das ist bei Am nunmal die zweite Saite (leer). Grundsätzlich falsch wäre es aber nicht, die tiefe E mitzuspielen...

Gruß, Andy


- Toco - 10-01-2009

Im Normalfall spielt man als tiefsten Ton (Bass) den Grundton eines Akkords, also z.B. bei C-Dur das c auf der A-Saite und kein e, auch wenn es zum C-Dur-Dreiklang gehört. Soll ein anderer Bass gespielt werden, wird das extra durch einen Schrägstrich angegeben: C/e wäre dann C mit e im Bass (023010).

Gruß, Toco


- Oslo - 10-01-2009

Immer wenn die tiefste gespielte Saite nicht dem Grundton des Akkordes entspricht muss theoretisch ein Slash (/) signalisieren, welcher Ton diesen Grundton im Bass ersetzt.

Beispiel:

Am = x02210
Am/E = 002210
Am/G = 302210

(wobei der letzte Akkord meines Wissens dann korrekt auch \"Am7/G\" heißen müsste, da der Ton G im Am [ACE] noch nicht drin ist...)

Aber wie so oft: Das ist die Theorie - da hält sich (fast) kein Mensch dran :-D

edit: Toco war mal wieder schneller Smile


- Jerrywonda - 10-01-2009

Alles klar Leute. Vielen Dank! Smile
Jerry


- Mitchel-Summer - 14-01-2009

Moimoin!

Wenn ich noch informationshalber wat dazufügen darf:

Diese Akkorde, sogenannte Slashcords, sind ein interessantes Thema im Picking und in der Klassik, da auch einiges über Bassläufe gespielt wird und wie beim Klavier auch andere Basstöne vorkommen können.

Ein Beispiel ist von Eric Clapton das Lied \"Tears in heaven\", wo wir es mit E/Gis, D/Fis usw. zu tun haben. Es lohnt sich, da mal in die TAB´s zu schauen und das nachzuspielen. Für die Westerngitarre ein tolles Stück.

Aus der Klassik sei hier der Bourrée genannt, der zwar viel über Bass und Ein-Ton-Melodie läuft, aber wenn man das in Akkorde aufdröseln würde, käme auch einiges an Slashcords raus.

Der tiefe Ton E bei a-moll sei empfohlen für einen Wechselbass, das bereichert den Rhythm auf der Gitarre. Also erst den Basston a anschlagen auf der 1 und auf der 3 dann das tiefe E spielen. Dieses hin und her. So kann man locker die Betonungen bei 4/4 erreichen.

Viel Spaß beim testen! I)

Bis denne


- Gruselgitarre - 14-01-2009

Zitat: Original von OsloFighter:
Am/G = 302210

(wobei der letzte Akkord meines Wissens dann korrekt auch \"Am7/G\" heißen müsste, da der Ton G im Am [ACE] noch nicht drin ist...)
[/sig]
Hi Marco,

ist das so?

Meines Wissens ist

Am/G = 302210 gemeint als reiner A-Moll
nach meiner Meinung ist
Am7/G = 302010, bzw. 302213 (oder schlechter klingend: 302013)

Nach der klassischen Akkordlehre müsstest du allerdings recht haben (insofern G keine Durchgangsnote oder ein Orgelpunkt ist).

Wie ist es denn jetzt richtig?

Grüße von Grusel


- Mitchel-Summer - 15-01-2009

Zitat: Original von Gruselgitarre:
Zitat: Original von OsloFighter:
Am/G = 302210

(wobei der letzte Akkord meines Wissens dann korrekt auch \"Am7/G\" heißen müsste, da der Ton G im Am [ACE] noch nicht drin ist...)
[/sig]
Am/G = 302210 gemeint als reiner A-Moll
nach meiner Meinung ist
Am7/G = 302010, bzw. 302213 (oder schlechter klingend: 302013)

Wie ist es denn jetzt richtig?

Grüße von Grusel
Folgende Töne liegen vor:
302210 G A e a c e
302213 G A e a c g
302013 G A e g c g
Alle drei haben a, c und e drin = a-moll, zudem der Ton g (ohne den ersten), also am7, alle haben den Basston G, also ist der erste als Am/G und die anderen beiden als Am7/G zu bezeichnen.


- Oslo - 15-01-2009

@ Grusel:

Naja... ich würde sagen ein \"Am/G\" gibts theoretisch nicht. In der Praxis vielleicht schon.
Ich würd jedenfalls immer den Sinn der Akkordbezeichnung hinterfragen und zum Schluss kommen:

\"Wenn ich Am mit G im Bass spiele ist das automatisch ein Am7. Nur eben in einer Umkehrung.\"

Sehe das also wie Mitchel-Summer oder eben die klassische Akkordlehre :-D


- Gruselgitarre - 16-01-2009

@ Marco

Nein, eigentlich scheibt die klassische Akkordlehre es auch so. Wenn wir in C-Dur sind, ist Tp die Tonikaparallele. Tp7 ist also dann ein Am7. Schreibt man aber

Tp
7

(also untereinander), dann ist oben ein reiner A-Moll und die Septime liegt im Bass. Bei

Tp7
7

ist dann unten UND oben eine Septime.


Hat uns das jetzt weitergeholfen? Rolleyes

Grüß von Grusel


- Frank_Drebin - 16-01-2009

Die Schreibweise muss aber sehr klassisch sein, hab ich noch nie gesehen... Irre


- Oslo - 16-01-2009

@ Grusel: Mit der Antwort komm ich jetzt leider nicht klar...

Zitat:Nein, eigentlich scheibt die klassische Akkordlehre es auch so.

Wie jetzt? I)

Zitat:Tp7
7

Ja aber ist das nicht \"doppelt gemoppelt\"? I)

I) Stupid me.


- Gruselgitarre - 16-01-2009

Ich schrieb doch, dass das nicht wirklich weiterhilft :-D

Ich habe eben noch mal in der Bibel meines früheren Theorielehrers nachgesehen (=Maler: Beitrag zur durmolltonalen Harmonielehre).

Im 4.stimmigen Satz schreibt man unter die Funktion manchmal den Basston, z.B. beim Orgelpunkt oder wenn Basstöne in folgende Akkorde aufgelöst werden sollen.

Da wird es wie bei den Slashchords gehandhabt: Im Bass die 7 heißt als Basston die Septime, aber nicht im oben liegenden Akkord - auch wenn der Zusammenklang ein Septakkord ist.
Beispiel: Am/7 ist ein A-Moll mit 7 im Bass, auch wenn der Zusammenklang ein Am7 ist.

Mehr wollte ich damit nicht sagen... und anders kann ichs nicht erklären :p

Grüße von Grusel


- Mitchel-Summer - 16-01-2009

Moimoin!

Die Schreibweise kenn ich auch, nur bei Moll wird das T klein geschrieben und bei Dur das T groß.

:-D


- Gruselgitarre - 16-01-2009

Genau, darum bedeutet Tp auch Tonika in Dur und die Parallele in Moll. Tp von C-Dur ist also A-Moll.

Grüße von Grusel

Hat nichts mit Pull-Moll zu tun...