Aber Hallo,
mir kommt es schon seit längerer Zeit so vor, als würde Recht und
Gesetz immer mehr davon bestimmt, inwiefern die Betroffenen dem
wirtschaftlichen Wachstum zuträglich zu sein scheinen. Dies kann nur
dazu führren, dass der Normalbürger in Rechtsdingen immer schlechter
gestellt ist als z.B. ein Unternehmen.
Kann es denn wirklich angehen, dass ein Bürger in Rechtsdingen erst
dann berücksichtigt wird, wenn er eine Firma gründet oder schon
ansonsten über genug Geld verfügt, um sich ein Stück Politik zu
kaufen ? Wenn mir nochmal jemand mit dem Argument kommt, dass in
einem Rechtsstaat vor dem Gesetz alle gleich sind, kann ich nur noch
bitter lachen und sagen, \"tja, und einige sind halt gleicher\".
Unsere Politiker sind zu Hilfswilligen der Wirtschaft verkommen. In
den letzten Jahren ist meines Wissens nach kaum ein Gesetz
verabschiedet worden, dass nicht überwiegend vitale Bereiche der
Wirtschaft begünstigte. Versteht mich bitte nicht falsch, ich sage
hier nicht \"böse Wirtschaft\". Das Übel sind Politikermarionetten, die
ihrer Pflicht für das Wohlbefinden der gesamten Bevölkerung zu sorgen
nicht nachkommen, und stattdessen Lobbyinteressen an die erste Stelle
setzen. Und es ist wirklich egal welche Lobby dies nun ist.
Dieses Land \"gehört\" nicht mehr den Bürgern, die darin leben, sondern
nur einem verschwindend kleinen Teil, der über genügend Kapital
verfügt um Politiker damit \"überreden\" zu können, mal da oder dort in
ihrem Sinne zu entscheiden.
Ich nenne das eine Diktatur des Kapitals, da nur derjenige in diesem
Lande eine Chance auf Recht hat, der sich das Recht leisten kann. Für
mich ist das ein Rückschritt in die Feudalherrschaft.
Gruss
--
Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit fehlt.