Ich hab auch teilgenommen.
Ich möchte aber, so sich jemand dafür interessiert, eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen.
Wieso stürzt sich ein junger Mensch in seiner Diplomarbeit auf die Verbesserung eines Produktes, das seit Jahrhunderten gewachsen ist, bis zu seiner heutigen Form. Renommierte Firmen basteln seit ca 70 Jahren daran, das Teil klangvoller, lauter, handhabarerer (man verzeihe mir meine adverbiale Adjektivierung), leichter und spielbarer zu machen.
Schon deine Fragestellung impliziert das Ergebnis. Eine Einheitsgitarre, mit der sich Beschwerden halbieren lassen mit der aber keiner glücklich ist.
Knie rechts, Knie Mitte, Knie links. Das Spielen einer Klampfe (eigentlich jedes Musikinstruments) ist ein \"unnatürlicher Bewegungsablauf\" in etwa wie Dreckschaufeln oder an der \"Netto\"-Kasse sitzen und Zeug über´s Band ziehen.
Ein Musiker spielt damit. Mancher eine Stunde, manche 8 Stunden. Wenn sie
verkrampft sind machen sie was falsch . Um Pracelsius zu zitieren:
Dosis sola venenum facit“ (deutsch: „Allein die Menge macht das Gift“).
Das gilt auch für Bewegung oder Tätigkeit.
Knöpfe oben, Knöpfe unten, alles schon dagewesen. Wirbelmechaniken oben, unten oder automatisch... alles da. Groß, klein, schmal, 1/2, 1/4 Gitarre, 2, ja sogar 3 Hälse - alles da.
Um das zu sagen, was ich will: Ein Musikinstrument ist ein sehr persönlicher Gegenstand den sich jeder Musiker an seine Person, Vorlieben, Spielhaltung etc. anpasst. Meist wird erst nach Jahren vom jeweiligen Spieler bemerkt, daß es trotz Rückenschmerzen, \"scheiß-Saitenlage\" , blöder Knöpfe, unpräziser Wirbelmechanik keinen Ersatz für dieses Instrument gibt, an das er sich gewöhnt hat und dessen Macken er kennt.
Lieber Macblen, Du kannst an dem Instrument nichts ändern. Du bist an Architektur, Konstruktion und Mensur gebunden. Es ist in seiner Entwicklung ein Kompromiss zwischen Ergonomie und Spielbarkeit gefunden worden
Es ist, als würdest Du versuchen, ein Rad runder zu machen. Klar, du kannst es besser wuchten oder aus Alu bauen aber es bleibt ein Rad. Die Peripherie kannst du nicht ändern. Die Federung, die Buckel auf der Straße und den Reifen kannst du nicht beeinflussen, denn das ist in dieser Metapher der Musikant, die Saiten und die mentale Verfassung des Spielers.
Was mich hier ärgert ist, daß geistiges Potential von jungen Leuten verschwendet wird für Dinge, die kaum mehr Potential haben, umwälzend verbessert zu werden.
Hey, Macblen, es ehrt Dich, sich hier anzumelden und von den tausenden Membern eine Statistik zu kriegen. Scheinbar bist du einer der wenigen Studenden, die sich wirklich`ne Birne machen und nicht von Wiki´s abschreiben. Aber was wird deine Recherche bewirken? Klar, ein Diplom wegen Fleiß und kluger Gedanken... aber die viele Zeit, Worte und Gedanken für nichts. Für die Verbesserung eines Produktes, welches bis auf winzige subtile Verbesserungen ausgereift ist?
Mich erinnert das an diverse Doktorarbeiten, deren Thema derart ausgelutscht und erforscht ist, daß man gar nicht umhin kann abzuschreiben, weil es einfach nichts Neues zu entdecken gibt.
Und...da man mich hier als etwas unverschämten und zynischen Member kennt, empfehle ich dir, deinen Tutor zu erwürgen, weil er deinem Thema zugestimmt hat. Weiterhin empfehle ich, das Thema fallen zu lassen und dich mit den selben Fragen im Susaphon oder Matterhornforum anzumelden und deine Diplomarbeit darüber zu verfassen. Man kriegt die Dinger sicher kleiner und handlicher. Knöbbel Traghilfen und Klang sind auch sicher optimierfähig.
Mach los.
Ach so,... da du dich mit dem Thema Klampfe so beschäftigst, hier ne Fachfrage: Wieviele Seiten hat ne gewöhnliche Klampfe und wie ist deren Benennung?
BETTY !!!!!!!!!!!!!!!! Wo bist du ??????
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