ghetto
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Tatsächlich nur dadurch, dass ich sie spiele...
Bis ich ein neues Stück, das meinem Niveau entspricht, technisch beherrsche, muss ich es zigmal spielen. Schlüsselstellen muss ich einzeln und im Zusammenhang mit den Takten davor und dahinter sogar noch viel öfter üben. Während ich mir dieses Stück technisch aneigne gehen mir die Abläufe auch in Fleisch und Blut über.
Wenn ich das Stück technisch beherrsche brauche ich die Noten maximal noch als Gedächtnisstütze am Anfang einer Passage.
Jetzt beginnt erst die richtige Arbeit, mein Hirn muss nicht mehr lesen, sondern kann sich auf die musikalische Gestaltung konzentrieren. In dieser Fase baue ich Pianos und Fortes, Steigerungen und Beruhigungen, Pausen, Tempowechsel, Verzierungen und und und ein. Bis ich das Stück so spielen kann, wie ich es mir vorstelle, brauche ich längst keine Noten mehr.
Nun kann es vorkommen, dass ich das Stück -das ich mir (wie oberhalb von hier beschrieben) verinnerlicht hatte - über längere Zeit nicht spiele. Der Anfang gelingt meistens noch auf Anhieb, aber irgendwo gerate ich ins Stocken. OK, ich hole mir die Noten wieder heraus und spiele das Stück mit den Noten vor mir. Nach einigen Durchgängen wissen die Finger beider Hände wieder, was sie sich damals beim Einlernen eingeprägt haten, und das Stück beginnt wieder zu laufen. Dieses Auffrischen dauert einige Tage, dann habe ich das alte Niveau wieder erreicht und die Abläufe sitzen wieder, in- und auswendig.
Extra \"auswendig lernen\" musste ich noch nie. Wenn ich ein Stück wirklich spielen kann, dann habe ich mich eingehendst damit befasst und kann es deshalb auch auswendig.
Gruß,
GHETTO
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| 25-01-2012, 14:24 |
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