Ich schalt mich auch mal kurz dazu:
[Das mit dem Standpunk von Soul find ich sehr gut, daher auch etwas über mich:]
Ich hab mir vor drei Wochen die ValveKing212-Combo gekauft. Ich spiele jetzt seit etwa sechs Jahren Gitarre, knappe anderthalb Jahre in einer Band. Hauptsächlich Rhythmusgitarre, zeitweise auch Lead (das jedoch kaum noch seit wir einen Leadgitarristen haben). Fähigkeiten am Instrument: naja *g
Wir spielen in der Band vornehmlich viele Facetten des Rock (u.a. das oft kopierte, selten erreichte \"Smoke on the water\", \"Paranoid\" und \"Song 2\") sowie eigenes Material.
Dem Review über die Verarbeitung kann ich mich anschließen, daher jetzt nur etwas über den Klang (im Bandgefüge).
Erstmal: der Apparat macht ordentlich Druck. Ich habe die Lautstärke etwa auf der Hälfte dessen eingestellt, was mir als Probenlautstärke empfohlen wurde und kann, bei entsprechenden Einstellungen, das Halfstack des Bassisten (auf Probenlautstärke; Modell weiß ich nicht) überbieten (in dem Sinne, dass man den Bass im Körper spürt).
Meine Erfahrung daher: behutsam mit dem Volume-Regler umgehen (kann natürlich auch daran liegen, dass das Bassteil nicht viel hermacht).
Klanglich ist der Amp meines Erachtens nach sehr gut (auch in der verhältnismäßig recht leisen Einstellung, die ich im Proberaum verwende). Nach ausgiebigem Testen im Musikladen hat er mir in der Preisklasse (400 bis 700 Euro) am besten gefallen.
Clean macht er einiges her, er kann glasklar klingen (nur den Fender Hot Rod Deschlagmichtot fand ich da besser) und fängt erst sehr spät an, nach oben hin zu komprimieren/zerren.
Die Verzerrung gibt ordentlich Dampf (war in meinen Ohren druckvoller als die vom Engl Screamer 50). Bei den Hard-Rock/Metal-Stücken, die ich bisher drauf gespielt habe, war kein Zusatzpedal nötig.
Regeln kann man beide Kanäle separat mit Lautstärke, Bass, Mitten und Höhen. Der Cleankanal hat noch einen Bright-Schalter, der einiges an Höhen zufügt. Beim Overdrive-Kanal kommen noch der Gainregler sowie ein \"More Gain\"-Schalter dazu.
Außerdem gibt es Einstellungsmöglichkeiten für Reverb, Presence und Damping, die allerdings für beide Kanäle gleichermaßen gelten. Zudem besitzt er einen seriellen Effektloop, den ich aber bisher noch nicht verwendet habe.
Er reagiert außerdem sehr gut auf das Volume-Poti der Gitarre (verwendetes Modell: Cort X2), gerade im Cleankanal hab ich da sehr schöne Erfahrungen gemacht.
Und aus meiner alten Stratkopie, die es damals günstig im Einsteigerpaket gab, hat er auch noch einmal eine Menge an Klang herausgeholt (vor allem den doch etwas dünnen Klang, den ich bisher mit ihr hatte, etwas voller und runder gemacht).
Im Bandgefüge selbst kann der Verstärker sich tadellos durchsetzen, sowohl clean als auch verzerrt, man hört ihn immer, er matscht nicht.
Von daher: in dem Preissegment absolut empfehlenswert.
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\"Charles Bronson tritt immer nur dann in Aktion, wenn all seine Lieben brutal abgeschlachtet worden sind.\" - Al Bundy
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