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Technikübung, soll ich oder soll ich nicht???
demuelli Offline
Barree-Künstler
*******

Beiträge: 433
Themen: 6
Registriert seit: Aug 2003
#3
 
Ich weiß zwar nicht wie gut du technisch schon bist, aber zumindest von der Materie scheinst du schon sehr viel Ahnung zu haben ... Respekt !

Bei 2-4 Stunden am Tag Technikübungen würde ich wahrscheinlich wahnsinnig werden. Zur Zeit komme ich wenns gut läuft auf eine Stunde Üben am Tag.

Ich kann dir sagen wie ich das mache. Eine Zeit lang (2-3 Wochen) mache ich überwiegend sogenannte Technikübungen, Skalen, Arpeggien und spiele Lieder nur zur Entspannung nebenbei. Irgendwann geht mir das dann tierisch auf den Geist und ich will was \"Richtiges\" spielen.

Dann spiele ich einige Wochen lang nur Songs die ähnliche Techniken verwenden, die sind meist sehr schwer zu finden. Zwischendurch kann man auch über die Songs improvisieren, und zwar mit den neuen Skalen, Arpeggien, Licks usw. Das wichtigste was unterschätzt wird ist der Punkt vom technischen Lernen bis zum richtigen Einbau im Song und das Gefühl ob das passt und gut klingt was und wie man es spielt (was man \"Feeling\" nennt).

Auf das Klicken vom Metronom kommt selten die Stimmung auf alles aus einem Ton oder Lauf rausholen zu wollen damit es groovt. Mit dem Rhythmuspart im Hintergrund schon eher.

Die Gefahr deiner sog. Technikübungen besteht darin, dass es Technikübungen in diesem Sinne garnicht gibt.
Alles was du spielst ist \"Technikübung\". Was einen stinknormalen Teil aus einem Stück zu einer Technikübung macht ist die Tatsache, dass du ihn nicht in einer adäquaten Geschwindigkeit spielen kannst und denkst, ihn so oft zu wiederholen, bis er auf der Geschwindigkeit ist. Das ist ineffektiv.

a) Die Lernkurve ist logarithmisch, jede weitere Wiederholung bringt einen kleineren Effekt, weil der Lernreiz kleiner wird. Wiederholung bringt nur bis zu einem bestimmten Punkt was, danach flacht die Lernkurve so ab, das es kaum etwas bringt.
Also schau mal ob deine Skalen raus- Skalen runter -Übungen noch effektiv sind oder ob du sie vielleicht nicht mal variieren solltest.

b) Wenn man eine Übung zum 100. Mal wiederholt achtet man nicht mehr darauf, was man tut. Es ist ein Automatismus eingekehrt, man konzentriert sich kaum auf die Übung und KONZENTRATION ist essentiell beim Üben.

c) Was macht mehr MOTIVATION: 1. du spielst eine chromatische Tonleiter hoch und runter und im Hintergrund klackt es lustig vor sich hin 2. Du spielst ein Riff, Solo o.Ä. wenn der Song mitläuft und du kannst dich in den Song reinfühlen und merkst dass das, was du da geübt hast, Spass macht ? Was passiert wenn du mit der chromatischen 8 Wochen bei 120 bpm hängst ? Was passiert dann mit deiner Motivation ?

d) Was berührt dich mehr ? Ein \"Wasted Years\"-Intro mitspielen zu können (und wenns auch nicht bei Full speed ist) oder auf einer Seite Sechszehntel über Metronomklacken zu üben ? Beide haben die selbe Technik als Grundlage, aber Maiden (hoffe ich zumindest) schafft mehr EMOTION.

Ich will dir deine sogenannten \"Technikübungen\" nicht vermiesen. Sie haben deshalb eine Berechtigung, weil man einfach nicht genug Musikstücke kennt, die genau die Techniken einsetzen, die man gerade lernen will. Die \"Technikübungen\" konzentrieren sich auf bestimmte Aspekte des Spiels und somit aufs \"Wesentliche\", es fehlen jedoch meistens (mit der Zeit) Konzentration, Emotion und Motivation sowas zu üben. Also Vorsicht.

LG

Alex
--
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19-07-2005, 09:54
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