Das M 300 kannst du durchaus auch nehmen, die Effekte sind halt nicht 100%ig auf Gitarren zugeschnitten, aber TC liefert normalerweise immer eine hervorragende Effektqualität. Was erwartest du denn genau von nem Effektgerät? Wenn du extremsounds basteln willst, wie sie Steve Vai zuweilen zu spielen pflegt, dann brauchst du auch extrem equipment. Wenn du dein sowieso schon recht geiles Signal (is ja aien 900er!) nur noch ein bisschen veredeln möchtest, dann ist das M 300 ne ordentliche Lösung. Was braucht denn ein Gitarrist realistisch betrachtet mehr, als nen gut klingenden Hall (meistens eh sehr wenig), ein sauberes Delay und nen ordentlichen Chorus. Diese Effekte kann das TC mit Sicherheit auf hohem Niveau und was braucht man mehr ???
Der Grund für meine Entscheidung gegen ein \"günstiges\" Gitarrenmultibodenteil ist folgender. Die meisten dieser Teile nutzen nur einen DSP (Digital Signal Processor), d.h. das Signal wird durch jede Effektsektion durchgeschliffen. Das Problem dabei ist, daß die einzelnen anderen Effekte dabei nicht komplett weg sind, sondern einfach nur auf null gefahren, aber trotzdem durchlaufen werden. Zudem ist die Qualität (vor allem bei den HAlleffekten) bei den meisten Bodenmultis ziemlich bescheiden. Ich hab z.B. für Sessions ein Boss GT6. Ziemlich geiles Teil, aber selbst mitr diesem Teil stelle ich an meinem Röhrenamp einen Dynamikverlust fest, den ich mit dem Rocktron nicht habe. Das liegt schlicht daran, daß das GT6 zu viel können will. Mas sollte die Effekte sowieso auf ein mindestmaß reduzieren. Ich verwende meistens garkeinen Hall, nur ein bisschen Delay und den trockenen Ton meines Amps, mehr brauchts nicht. Professionelle Gitarreneffekte unterscheiden sich nicht von studioeffekten (sie sind halt Frequenzmäßig an die Klampfe angepasßt), d.h. du bist auch mi nem Studioeffekt gut beraten. Der Vorteil hier ist, daß sie erstens mal alle mit mindestens 2 DSP´s arbeiten (einer für Hall, der andere für den Rest), und zweitens ihre Effekte komplett auf Bypass schalten, wenn sie weg sind, so daß die komplette Rechenleistung der DSP´s nur den verwendeten Effekten zur Verfügung steht. Da diese Teile fürs Studio gedacht sind, ist ja wohl auch klar, daß das Nebengeräuschlevel sehr gering ist. Durch den möglichst kurzen Sinalweg ist der Dynamikverlust auch sehr gering, wobe ich dir trotzdem raten würde, das Teil parallel zur Vorstufe zu betreiben, d.h. dem trockenen Signal vom Amp ein Effektbehandeltes beizumischen, so daß die volle Dynamik des Amps erhalten bleibt, du aber trotzdem ein schönes, rundes Effektsignal hörst.
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Macht`s gut und danke für den Fisch (Douglas Adams)
...sieht Scheisse aus, klingt aber geil... (FT2007)
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