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Auld Lang Syne (Fingerstyle) - Druckversion

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RE: Auld Lang Syne (Fingerstyle) - Nordlicht - 09-07-2011

Gleich zu beginnt: Ich weiß, dass es vielleicht nicht die passende Jahreszeit für dieses Lied ist, trotzdem sie mir diese Frage gewährt.
Es geht eigentlich auch weniger um die Spieltechnik, weswegen ich mich auch für den Bereich \"Musiktheorie\" entschieden habe.
Es geht um diese Version:

http://www.justinguitar.com/images/ST_images/ST-101-AuldLangSyne.pdf

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mir diese version mal angeschaut ahbe, aber es war bisher einfach nicht spielbar für mich, weil einfach noch zu schwer. Inzwischen hab ich meine Finger ein wenig besser unter Kontrolle, so da sie hin und wieder auch mal das tun was sie sollen. Soweit dazu.
Mein Verständnis liegt aber nun in Takt 13, in der Zerlegung des F-Dur Griffes. Ich weiß, dass das Lied in C-Dur gespielt wird, da keine Vorzeichen angegeben sind, ich also C, D, E, F, G, A und H als Töne zur Verfügung habe. Bei dem F-Dur bin ich mir nun aber echt unsicher, ob dieses H, als dritter Ton innerhalb des besagten Taktes, wirklich so gepielt werden kann. Für mich hört sich das irgendwie nicht so passend an, ich weiß aber auch nicht, wie ich es anders machen könnte, ohne die Melodie jetzt aus dem Auge zu verlieren. Irgendwie komm ich hier vom Verständnis her einfach nicht weiter. Ich hoffe, dass mir einer von euch einen kleinen Tipp geben kann, wie ich das zu verstehen habe. Mein Ziell ist es . letztendlich nicht nur stur nach Tabs zu spielen, sondern auch zu verstehen, was da vor sich geht, um irgendwann auch einmal \"frei\" spielen zu können.
Gruß,
Nordlicht


- ghetto - 09-07-2011

Der Ton klingt an dieser Stelle wirklich etwas merkwürdig. Außerdem wird eine leere h-Saite gespielt, die recht intensiv klingt und nicht automatisch gleich gedämpft wird.

Fazit: ich würde das Arrangement so ändern, dass die Änderungen nur die Begleittöne betreffen und die Melodietöne bleiben wie sie sind. Der Griff wird dadurch schon ein Wenig komplizierter, weil der kleine Finger zusätzlich noch die h-Saite im 6. Bund greifen muss.

Hier meine Version von Takt 13:
[Bild: Auldlongsyne.png]

Gruß,


- Nordlicht - 09-07-2011

Ah, da bin ich aber erleichtert, das ich da nicht so ganz falsch gelegen habe. Ghetto, deine Variante ist natürlich ne echte Herausforderung, aber wie heißt es so schön: man wächst mit der Aufgabe. Wenn ich jetzt nur diesen Akkord nehme, dann bekomm ich die Saiten sogar ohne schnaddeln zum klingen. Werd mich die Tage noch mal dranmachen und den Takt davor, sowie den folgenden mit dazuzunehmen. Mal sehen, wie das mit dem Umgreifen klappt. Ich dank dir jedenfalls erst mal für deine Hilfe.
Gruß,
Nordlicht


- Frank_Drebin - 10-07-2011

Euer Takt 13 ist eigentlich Takt 12, weil der Song einen Auftakt hat. Und das h klingt gar nicht unpassend, sondern sehr interessant. Gerade weil es ausklingt und dann langsam \"hinter dem danach folgenden C verschwindet\". Schaut euch mal die dazugehörige Stelle im Video an!

EDIT: Selbstverständlich ist das dann keine Zerlegung eines normalen F-Akkordes, sondern laut Guitar Pro ein Fadd11+ (steht das \"+\" dabei für die übermäßige Quarte?). Das klingt gepickt ganz gut, mit einer verzerrten E-Gitarre als normalen Akkord angeschlagen würde es dagegen wahrscheinlich wie Grütze klingen. Ein gutes Beispiel dafür, dass Gitarre nicht gleich Gitarre ist, und man auf der Akustikgitarre üblicherweise viel mehr mit sowas und offenen Saiten als Pedalton rumspielt.


- ghetto - 10-07-2011

@Frank Drebin,

da hast du schon recht. Das H ist die übermäßige Quarte auf den Grundton des F-Akkords und klingt somit recht schräg. Im Video zeigt Justinguitar wie er den Ton einbaut, das Ganze aber harmonisch bleibt.

Er schlägt die leere h-Saite nur ganz beiläufig an, das H ist ein Nebenton, der nur zu Füllzwecken da ist. So stört der schräge Ton auch nicht mehr wirklich und....zum Greifen ist xx3505 für \"einigermaßen Fortgeschrittene\" wesentlich leichter als xx3565 (mein Vorschlag oben).

Es kommt also auf die Anschlag(s?)dynamik drauf an, ob die leere H-Saite gut klingt. Danke für dein Weiterdenken!

Gruß,


- Blooz - 10-07-2011

Zitat: Original von ghetto:
Hier meine Version von Takt 13:
[Bild: Auldlongsyne.png]


Gruß,

Geht so einfacher (Zeigefinger-Barré fürs F im 8. Bund, kleines Barré mit Ringfinger im 10. Bund) :

-----------------------------------------
-10-------------------------10----------
------10------10-----------------------
----------10-----------10--------10----
-8-----------------8----------------------
-----------------------------------------


- ghetto - 11-07-2011

@Blooz,

einfacher ist deine Version schon, aber der Wechsel von der 1. Lage in die 8. Lage ist (bei mir) mit so vielen Nebengeräuschen verbunden, dass ich den F-Akkord in der 3. Lage bevorzuge.

Der A-Typ-Barréakkord mit dem Ringfinger über 3 Saiten ist zwar auf jeder Gitarre möglich, üblich ist er jedoch eher unter E-Gitarristen.

Letztendlich soll aber Nordlicht selbst die Version wählen, die ihr am besten gefällt.

Gruß,


- Gruselgitarre - 12-07-2011

Hallo,

ich denke auch, dass der Akkord wegen der leichteren Spielbarkeit gewählt wurde. Die Version von Ghetto klingt glatter, ist aber deutlich schwerer.

Die Verwendung von Leersaiten kommt bei Gitarrenmusik häufig vor - dadurch entstehen mitunter interessante Klänge. In dem Arrangement wurde versäumt vorher schon ein paar Akkorderweiterungen hineinzubringen, dann wäre der F 11+ gar nicht weiter aufgefallen...

Grüße


- ghetto - 12-07-2011

@Grusel,

genau deshalb ist die leere h-Saite an der Stelle unlogisch, denn sonst läuft alles ja so glatt und harmonisch. Wenn JustinGuitar mehr von diesen Tönen eingebaut hätte, dann hätte Nordlicht die leere h-Saite wohl einfach gespielt und die Frage wäre erst gar nicht aufgekommen.

Gruß,


- Nordlicht - 13-07-2011

Hey Grusel und ghetto,
und genau das ist noch einer meiner größten Lücken im Gitarre spielen lernen: dass ich einfach noch nicht weiß, wie von einem Akkord zum nächsten \"überleiten\" kann, es sich dabei auch noch supüer anhört und ich es spielen kann. Ich kann zwar viel Theorie darüber im Netzt finden, aber lesen alleine hilft mir oft leider nicht weiter, lesen und gleichzeitig hören können, wie es am Ende klingen soll/kann ist da schon um einiges keichter. Na ja, bald sind die Sommerferien zu Ende und dann muss mein Gitarrenlehrer eben wieder leiden, wenn ich ihn mit meinen gefühlten Millionen Fragen quäle. Vielleicht findet sich aj aber auchb auf dem Forumstreffen eine/r der/der sich dieses Themas einmal annehmen möchte. Na ja, jedenfalls versuche ich mich derzeit an ghetto´s Vorschlag und ich hoffe, dass sich im Laufe der Zeit die höhe E-saite dabei nicht mehr unter der Gitarre versteckt. (Irgendwie glitscht die bei diesem Griff immer unten raus).
Gruß,
Nordlicht


- Gruselgitarre - 13-07-2011

@Nordlicht
Dein Lehrer wird dir bestimmt noch gute Tipps dazu geben können. Wenn du bei dem Griff Probleme mit der hohen E-Saite hast, versuch mal deine linke Hand ein kleines Stück nach rechts zu drehen (also gegen den Uhrzeigersinn). Dann sollte der Finger besser sitzen.

Grüße von Grusel


- Mjchael - 16-07-2011

Hier noch zwei Alternativen in anderen Tonarten.

Beschreibung

In A

in D

Powertabs (gezippt)

Gruß Mjchael