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Gitarre ohne Steg - Druckversion +- Das große deutschsprachige Gitarrenforum (https://gitarrenboard.de) +-- Forum: Musikboard (https://gitarrenboard.de/forumdisplay.php?fid=4) +--- Forum: Soundland (https://gitarrenboard.de/forumdisplay.php?fid=14) +--- Thema: Gitarre ohne Steg (/showthread.php?tid=25928) |
RE: Gitarre ohne Steg - stefano - 03-01-2009 Hallo, ich experimentiere heute mal an meiner Konzertgitarre Antonio Hermosa AH10 an der Stegeinlage rum. Die original Einlage habe ich mir rüber gelegt damit da nichts dran kommt. Die Saitenlage empfand ich immer als etwas zu hoch und habe deshalb mal eine abgefeilte Stegeinlage eingesetzt, allerdings purer Kunstoff (das sieht man sofort ohne Fachwissen) , wobei die original Einlage aus Knochen sein soll, kann ich aber auch nicht beurteilen da ich davon keine Ahnung habe. (Farbe so etwas Elfenbeinweiß) Auf alle Fälle hörte sich die Gitarre mit dem abgefeilten Kunststoffsteg schrecklich an. Kann es tatsächlich sein das die Stegeinlage sich auf den Klang auswirkt? Durch reine Neugierte habe ich mir gedacht probiere es doch mal ganz ohne Stegeinlage und siehe da die Saitenlage könnte nicht besser sein 1A bespielbar und der Klang empfinde ich noch schöner als mit der original Einlage. Was kann nun schlimmsten Falls passieren wenn ich ohne Stegeinlage spiele, Klang und Saitenlage sind aber jetzt erstklassig. Es wäre zu schön um war zu sein wenn ich es lassen könnte, aber deshalb frage ich hier lieber mal nach und höre schon laute Rufe das, dass nicht auf Dauer funktioniert. ?( Danke für Eure ehrlichen Antworten Gruß Stefano P.S. Im Betreff muss es \"Gitarre ohne Stegeinlage\" heißen bekomme es aber leider nicht mehr geändert. - Jemflower - 03-01-2009 Wenn ich das richtig sehe. liegen die Saiten jetzt auf dem Stegholz auf, in dem die Saitenauflage eingelassen war? Dadurch verkürzen sich die Saiten um 1 bis 2 mm und die Abstände der Bünde stimmen 8m Verhältnis dazu nicht mehr. Die Gitarre ist jetzt vermutlich nicht mehr oktavrein. Das solltest du mittels Stimmgerät überprüfen. Unter Umständen hört man das nicht einmal, außer man hat ein extrem gutes Gehör. - stefano - 03-01-2009 Hallo Jemflower, genauso ist es, die Saiten liegen jetzt auf dem Stegholz auf und das ist es auch was mir zu denken gibt. U.U. ist das Stegholz zu weich und die Saiten drücken sich im laufe der Zeit ins Holz. Überprüft habe ich die Tonlage jeder einzelen Saite mit einem Stimmgerät soweit ist da alles in Ordnung. Beeinflußt das Material der Stegeinlage (PVC oderKnochen) den Klang ? - ghetto - 03-01-2009 @stefano, die Saiten selbst bekommst du sicher noch gestimmt, aber Jemflower meint die Oktavreinheit. --> Stimme die Gitarre nach einem Stimmgerät und greife dann jede einzelne Saite im 12. Bund (dort erklingt der Ton, der genau eine Oktave höher ist als der Ton der leeren Saite) und schaue am Stimmgerät, ob auch diese Töne noch einigermaßen genau stimmen. Wenn das so ist, dann stimmt die Oktavreinheit udn du hast eine Sorge weniger. Wenn dazu die Saiten noch bei keinem Griff schnarren, dann hast du die ideale Saiteneinstellung für deine Gitarre gefunden. Wenn ich die Stegeinlage entferne, dann ist die Oktavreinheit nicht mehr gegeben und die Saiten schnarren allesamt fürchterlich. Das Material einer Stegeinlage beeinträchtigt den Klang schon ein Wenig, viel wichtiger ist jedoch, wie genau diese Einlage in den Schlitz hineinpasst und noch viel wichtiger ist, dass sie an der Unterseite gerade abgeschliffen ist und über die gesamte Länge der Einlage überall voller Kontakt zwischen Holz und Stegeinlage gegeben ist. Gruß, - hoggabogges - 03-01-2009 Ich bin mal so frei und behaupte, dass die Gitarre keinen Schaden nimmt und die Oktavreinheit bleibt. Das Stegholz kann über einen längeren Zeitraum schon bisschen Rillen bekommen...daher würde ich doch für eine neue Stegeinlage plädieren, wenn auch so knapp wie möglich, umd die prima Saitenlage zu behalten. Konzertgitarren haben normal keine Kompensation, da die Saiten alle fast gleich dick sind. Somit dürfte das Problem mit der h keines sein. - stefano - 04-01-2009 Guten Morgen, vielen Dank eure ausführlichen Antworten und bin erleichtert das es die Gitarre nicht all zu stark beschädigt. Ich werde dann aber doch den Rat hoggabogges befolgen und mir eine Stegeinlage besorgen die so wenig Höhe wie möglich hat. Die bekommt man doch sicher in jedem gut sortierten Gitarrengeschäft, oder kennt jemand eine gute Adresse im Internet, denke am besten aus Knochen. Danke an Jemflower und ghetto, die Oktavreinheit habe ich mit dem digi-Stimmgerät überprüft und passt, die Saiten schnarren beim greifen der Akkorde auch nicht. (Jetzt habe ich auch gelernt wie man die Oktavreinheit überprüft ...schäm ;-)) Schönen Sonntag noch Stefano - ghetto - 04-01-2009 - hoggabogges - 04-01-2009 Eine Stegeinlage solltest du in jedem Gitarrenladen bekommen. Entweder Knochen, Kunststoff oder Tusq (ist durch Taylor bekannt bzw. mehr verbreitet worden...soll Knochen ähnlich sein in den Eigenschaften). Nimm aber dein Instrument mit, da die Stege unterschiedliche Fräsungen haben und so nicht jeder Steg passt. Und einen in der Höhe passenden wirst du eh nicht finden, sowas macht man selbst. Passende Einlage kaufen, Höhe messen und entspr. runterschleifen. Schleifpapier ca. 180 - 250. |