![]() |
|
Noten spielen?! - Druckversion +- Das große deutschsprachige Gitarrenforum (https://gitarrenboard.de) +-- Forum: Musikboard (https://gitarrenboard.de/forumdisplay.php?fid=4) +--- Forum: Spieltechnik (https://gitarrenboard.de/forumdisplay.php?fid=8) +--- Thema: Noten spielen?! (/showthread.php?tid=12377) |
RE: Noten spielen?! - Shapeshifter - 16-09-2004 Hi, heute hatte ich endlich wieder nach den Sommerferien Gitarrenunterricht! Ich spiele seit ca 9 Monaten jetzt! Ich wollte zunächst keine Noten lernen, weil ich immer dachte dass ich für die Sachen die ich irgendwann mal spielen will (Rock Metal etc) eh keine Noten brauche! Heute hat mich dann mein Gitarrenlehrer erneut gefragt ob ich nicht doch Noten lernen will, weil ich mit dem ganzen Akkorde lernen, Hammerings etc. durch bin! Zuerst wollte ich natürlich wissen, was es mir bringt! Daraufhin meinte er das ich dadurch ein größeres Spektrum bekomme und auch Jazz, Blues und spanische Gitarre spielen kann!Und des ich halt Harmonielehre \"lernen\" könnte etc.. Das ganze hat mich eigentlich überzeugt und ich wollte mich auch der neuen herausforderung stellen etc., also hab ich jetzt angefangen nach Noten zu \"spielen\"...wenn man Leerseiten und einzelne Töne zupfen spielen nenne kann! Jetzt die Frage an euch: Ist es wirklich sinnvoll Noten zu lernen oder werde ich dadurch eventuell zu sehr in Musikrichtungen gedrängt für die ich eventuell keine Noten brauche?Und wie lange dauert es bis ich flüssig nach Noten spielen kann (ich ÜBE ca 1h am Tag) mfg Shapeshifter - hoggabogges - 17-09-2004 Mach das mit den Noten, was du hast, hast du. Ich muss mir heute noch alles raushören, weil ich nix gelernt hab ausser Gitarre spielen Im Ernst: du bist durch Notenkenntniss auf nix fixiert. Noten lesen heisst nicht gleich Konzertgitarre spielen o.ä. Aber dein Spiel (so du immer übst) bleibt nach allen Richtungen offen, sozusagen barrierefrei -- ...denn wie ich dich vernichten kann, das weiss ich viel zu lange schon, nur hab ich nichts davon. H.W. - Blooz - 17-09-2004 Noten LESEN bringt mir nach in diesem Stadium nicht viel. Viel wichtiger ist Noten \"verstehn\", bzw. Intervalle und Akkordaufbau. Wenn du mal im Gefuehl hast wie ne Sext oder ein 9er Akkord klingt und in welchen Schemen sie auf dem Griffbrett liegen bist du viel weiter als wenn du mechanisch eine Partitur auf den ersten Blick entziffern kannst. Schaden tut es allerdings nicht, wie schon Hogga sagte, nur sollte das nicht die Prioritaet sein. - KITTY - 20-09-2004 Noten sind genauer und brauchen wenig Platz für relativ viele Informationen. Ich habe schon Tabs mit 8 Zeilen gesehen, was dann mühsam wird. Aber es geht auch ohne Noten. Wenn du einen Song nachspielen willst und ihn bereits ihm Ohr hast, genügen auch Tabs. Oder um eine Idee aufzuschreiben. -- Misstrau der Obrigkeit!
- babarossa - 20-09-2004 Nach meiner Erfahrung kommst du als Anfänger ohne Noten schneller zu Erfolgserlebnissen, das wurde hier im Forum auch schon mehrfach ausfuehrlich diskutiert. Falls du die Zeit findest, solltetst du Noten vielleicht parallel lernen. Meistens kommen da ja noch ein paar andere Sachen mit. Vorteile sind m.E. vor allem: Es hilft irgendwann zu verstehen, was du da auf der Gitarre eigentlich machst. Es faellt leichter zu verstehen wovon bei vielen Diskussionen im Forum (insbes. in der Rubrik Musiktheorie) eigentlich die Rede ist. Vor allem ist es nuetzlich, wenn du irgendwann noch auf andere Instrumente umsteigen willst. Wie die andern schon gesagt haben, schaden kann es auf keinen Fall. mfG babarossa - cat - 20-09-2004 falls du mal kurz in die welt der noten reinschnuppern willst, hier gibt es eine kurze erklärung. mfg cat -- anonymer pentatoniker I) - Der_Klassiker - 20-09-2004 Ich finds einfach nur selbstverständlich, dass derjenige, der ein Instrument spielt, auch Noten kennt. Die Noten sind die (Schrift)-Sprache der Musik! Wer sie nicht kennt, wird nie weitkommen. Um auch etwas besser zu werden, als am Lagerfeuer einen Song zu spielen, brauchst du sie halt. Ich könnte mir nicht vorstellen, ein Lied mit 4 Tönen gleichzeitig, in Tabs aufzuschreiben, da verliert man leicht den Überblick. Deshalb haben sich die Noten ja auch in der Zeit durchgesetzt. Man solle zwar die durchaus klassische Tabulatur nicht verachten, aber Noten machen das Lied auch allgemeingültig und für jeden Musiker verständlich. NOTEN SIND EINFACH GENIAL!!! -- Wo Sprache aufhört, fängt die Musik an. - E.T.A. Hoffmann - Shapeshifter - 20-09-2004 Naja, ich werd sie wohl lernen, um die Vorteile daraus zu ziehen, die sie bringen! Auch wenns ziemlich ätzend ist bzw langweilig ist Lieder zu spielen die nicht gerade meinem Können entsprechen und auch nicht mal im geringsten meinem Musikgeschmack! Aber da muss ich wohl durch! Ich hoffe mal in 3-4 Monaten kann cih die Noten halbwegs flüssig umsetzen wenn ichs nur nebenbei lerne! (Momentan arbeite ich sehr an meiner Liedbegleitung, weil die finde ich ziemlich eintönig/ teilweise sehr unpassend etc ist...ich will ja auch einfach mal nene Rhytmus raushören mitspielen udn noch singen können...) - ans-k - 20-09-2004 Zitat:Original von Der_Klassiker: Ray Charles hats doch auch geschafft :-D -- Nehmt teil an der Umfrage zur Kommunalwahl 2004 in NRW: www.nrwahl.de - smocker - 20-09-2004 also es gibt viele gute musikerdie keine noten lesen können zum beispiel paul mccartney oder eric clapton stefan raab wurde mal dazu befragt das er doch gar keine noten lesen könne dazu sagte er das könne steve wonder auch nicht das ist zwar spassig gemeint aber irgentwie hat er auch recht nur weil man noten lesen kann macht einem das nicht automatisch zu einem guten musiker der die songs für abba geschrieben hat komm gerade nicht auf seinen namen konnte auch keine noten lesen in diesem sinne musik muss man fühlen nicht denken -- Es ist besser auszubrennen als zu verblassen gruss :kiffer: - ghetto - 25-09-2004 Noten lesen und nach Noten spielen zu können hat noch keinem Musikern geschadet. Wie du das Notenlesen lernst ist eine andere Sache, es gibt da durchaus auch langweilige Übungen... Ich selbst habe jahrelang NUR nach Noten gespielt, mittlerweile spiele ich fast nur mehr ohne Noten. Wenns die Lage jedoch erfordert kann ich vom Blatt spielen bzw. eine Melodie oder einen Griff in Noten verwandeln. Es vereinfacht die Kommunikation mit anderen Musikanten unheimlich. Gruß, -- And then one night in desperation, a young man breaks away. He buys a gun, steals a car, tries to run but he don´t get far in the GHETTO - Mjchael - 03-10-2004 Yep, das Thema hatten wir schon öfters! Macht aber nix, es nochmal aufzuwärmen. Es hat auch bei mir eine Zeit gedauert, bis ich mich fürs Notenlesen erwärmen konnte. Wer keine Noten lernen mag, wird auch ohne recht gut zurechtkommen. Für Akkordbegleitung braucht man keine... Es gibt unheimlich vieles auf Tabs... Nachteil: Tabs sind nur was für Gitarre. Höchstens Bassgitarre oder Kontrabass können noch was mit Tabs anfangen... Bei Liederbüchern wie \"Das Ding\" oder so, braucht man keine Noten. Aber es gibt hunderte von Liederbüchern mit Noten. Es wär schon viel damit gewonnen, wenn du die Anfangstöne eines Liedes herausfinden könntest, ohne lange herumzuprobieren. Wenn du dich mal für Picking interessierst, reicht dir oft ein Lied mit Noten aus, um ein nettes Melodiepicking daraus zu machen. Für die Melodielinie lese ich die Noten. Die gleichzeitige Begleitung sind Zupfmuster, die ich so intus habe, dass ich nicht weiter darüber nachdenken muß. Ich komme zwar (noch!) nicht an Hogga oder OV ran, aber für ein kleines Vorspiel reicht es immer. Manche Sachen kriegt man nur als Noten. Einige Sachen von Roby Wiliams hatte ich nur als Klaviernoten bekommen (bis Monate später jemand die Akkorde ins Liederarchiev gestellt hat. Aber ohne Rhytmus etc.) Da ist es gut, wenn man so viel Noten lesen kann, um sich aus den Klaviernoten eine halbwegs brauchbare Begleitung für Gitarre zusammenzubasteln. Genauso mache ich es mit Midis, die man oft schneller bekommen kann als Tabs. Und mal eben eine Melodie ein paar Töne höher und vor allem tiefer zu spielen, das gelingt mir am einfachsten mit Noten. Da lasse ich im Gedanken nur eine Notenlienie weg, oder füge im Gedanken eine hinzu und spiele das ganze Stück ne Terz höher oder tiefer. (Fürs höherspielen reicht ein Capo... aber versuch mal mit einem Capo ein Stück tiefer zu spielen! :p ) Also mit Notenkenntnisse kann man eigentlich nur gewinnen... -- bald mit neuer Domainemichaels-gitarrenkurs : - Georgio - 07-10-2004 Hi Shapeshifter, Ich an deiner stelle würde Noten Lernen, ich bin zwar selber erst anfänger aber ich will auch Noten lernen, weil man besser mehr als zu wenig kann. Aber es ist ja auch deine entscheidung.... -- mfg Georgio Let there be Rock - babarossa - 07-10-2004 Fuer alle, die, wie ich, lieber gerne mal auf Papier nachschlagen, in dem Zusammenhang mal ne Buchempfehlung: Pocket-Info Musiklehre von Hugo Pinksterboer, Schott Verlag, ISBN 3-7957-5530-1 Bildet einen nicht zum Kapellmeister aus, ist aber ein leichter (weil kurzer und kompakter) Einstieg fuer alle, die ohnehin was mit Musik zu tun haben. Ausserdem ein cooles Nachschlagewerk, wenn man nicht jeden Tag ne Symphonie schreibt. Hat mir auf jeden Fall geholfen, Schulwissen ausm Musikunterricht aufzufrischen und die Materie etwas besser zu verstehen. Kostet nen knappen Zehner - da kann man nicht meckern. |