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Intelligent und sinnvoll üben - Druckversion

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- fisch - 16-01-2008

seeeeeeeeehr hilfreich...bitte weiter so


:fish:
--
Blubb.....Blubb °

http://www.myspace.com/fisch58


- 2Julia - 16-01-2008

Zitat:Original von fisch:
seeeeeeeeehr hilfreich...bitte weiter so


:fish:
--
Blubb.....Blubb °

http://www.myspace.com/fisch58


Genau, ich bin auch begeisterte Leserin dieses Threads.

Gruß, 2Julia


- gitwork - 16-01-2008

oh, das freut mich aber! Smile

ich will hier allerdings nicht im Alleingang rumphilosophieren, ich suche den Dialog. Wie ihr sicher schon vermutet habt, ich bin Gitarrenlehrer und ich hab groosse Freude daran Dinge zu erklären. Was mich aber besonders interessiert ist zu erfahren wie meine Erklärungen gelesen und aufgefasst werden, ob ich es schaffe die komplizierten Zusammenhänge so rüberzubringen, dass sie richtig verstanden werden und motivieren können wirklich einzusteigen, oder ob die Empfänger etwa erschlagen von der Informationsfülle kopfschüttelnd zurückbleiben. Denn ich will hier nicht nur die Profis ansprechen, sondern praktische Hilfestellung für Jederman/frau geben. Deswegen freue ich mich über jede Frage, jeden Erfahrungsbericht und möchte nochmals alle Leser herzlich einladen hier mitzumachen, habt keine Scheu, es gibt bekanntlich keine dummen Fragen!

Zum Beispiel würde mich freuen wenn ihr folgendes mal ausprobiert und selbst überlegt was bei der beschriebenen Bewegung alles eine Rolle spielen könnte. Es geht um das Zusammenspiel unserer Gelenke: (das hatte ich in einem der letzten Beiträge angesprochen:

Zitat:

Im moment mache ich das nur bei einer meiner Warm - Up Übungen, wo man z.b alle Fs auf den seiten EADghe spielen muss.

sehr gute Übung übrigens, bei der man nicht nur Griffbrettkenntnisse erwirbt, sondern beispielhaft sehr gut üben kann vovon ich sprach weil die Bewegung gross ist und man sich bei grossen Bewegungen (Lagenwechsel, Sprünge) am besten das Zusammenspiel der beteiligeten Hebel klar machen kann.

Nehmen wir an du spielst in der 1.Lage nacheinander alle \"Fs\" und benutzt für das F auf den e-saiten jeweils den 1. Finger, für das F auf der d-saite den 3.Finger. Welche Winkel und Gelenke sind beteiligt um den Ablauf genau, locker und leicht auszuzführen? nur die Finger??

ich freu mich auf eure Vorschläge 8)
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- nextor - 16-01-2008

Zitat:Original von 2Julia:


Genau, ich bin auch begeisterte Leserin dieses Threads.

Gruß, 2Julia

Ebenso, seit dem ich dem Thread folge, freue ich mich jeden Tag auf den Feierabend, um endlich zu Hause die vorgeschlagenen Techniken auszuprobieren.

Mal eine Frage an dich, gitwork. Da du ja Gitarrenlehrer bist, denke (hoffe) ich mal, dass du auch einige Hilfsprogramme kennst, und wollte dich mal nach deiner Meinung zu 2en davon fragen.

Es handelt sich um die Programme \"guitar speed trainer\"http://www.guitarspeed.com
und
\"guitar scales method\"http://www.guitarscalesmethod.com/

Hast du mit diesen Programmen schon Erfahrung gemacht, oder schonmal davon gehört, und wenn ja, könntest du diese Programme empfehlen um eben die Geschwindigkeit bzw die Improvisation zu fördern/steigern? Oder sind solche Programme gar nutzlos?

Ich hoffe du kannst mir ein wenig weiterhelfen

viele Grüße


- gitwork - 16-01-2008

hm, zu den Programmen kann ich leider nichts sagen, ich wollte mir die trial-Versionen gerade mal ansehen, aber als Mac-User bin ich wiedermal aussen vor X(

Ich nutze allerdings selbst sehr gerne den Computer als Übehilfe! Ich arbeite mit Logic und gehe meist so vor: ich packe den Song der mich gerade interessiert in das Programm, synchronisiere den Sequenzer mit dem Songtempo und schreibe die einzelnen Stimmen auf. (Beim raushören lernst du eine Menge!) so erhälst du 1. die Noten oder Tabulatur und du hast eine Begleitband mit der du stundenlang in jedem Tempo üben kannst.

Allerdings gibt es natürlich eine Menge Programme die dir weit mehr Arbeit abnehmen \"Band in the Box\" z.B, natürlich ist auch \"Guitar Pro\" sehr gut.

Es gibt auch viele sehr gute Lernprogramme, wahrscheinlich sind die von dir genannten absolut ok und hilfreich, ich wäre nur bei grossmundigen Versprechungen was die Schnelligkeit der Lernerfolge angeht skeptisch, das Lernen selbst kann dir kein Programm abnehmen, aber es kann sehr wohl eine grosse Hilfe sein.

Zum Beispiel gibt es ein ganz einfaches kleines Shareware Programm zum Lernen der Töne auf dem Griffbrett was \"Fret-tutor\" heisst, seeehr effektiv!

Oder Programme zur Gehörbildung, wenn es solche Sachen in den 70er/80er Jahren gegeben hätte, wäre mir vieles leichter gefallen.
--
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- nextor - 16-01-2008

Guitar Pro besitze ich, bin auch hellauf begeistert von dem Programm, aber das ist doch eher dazu gedacht, bestimmte songs zu lernen, und nicht allgemein pattern oder solche sachen (oder ich habe die ganzen funktionen des programmes noch nicht entdeckt)

Diesen \"Fret-Tutor\" werde ich mich mal anschaun, wenn du sagst, dass ist sehr effektiv, dann werd ich das wohl benutzen ;-)


- ErnieohneBert - 17-01-2008

Ich würde sagen : Finger, Handgelenk und Unterarm werdenfür eine sauber Ausführung benötigt. Zu den angewandten Winkel kann ich noch nichts sagen, weil ich dafür heut nicht die Zeit hatte *g*

Die 2 Programme sind in der Trialversion nicht so gut, imho.
Einfach nur Hilfsmittel, welche durch nen gutes Buch wie Guitar Secrets ersetzt werden. Generell kann ich das Buch jedem empfehlen, der seine Geschwindigkeit, Technik etc. verbessern will.


- gitwork - 17-01-2008

Oh, gut dass du dir das mal angeschaut hast, Ernieohnebert, ich bin da auch erstmal skeptisch, allerdings ist der Ankündigungstext von diesem speed Programm nicht uninteressant, da stecken schon einige nützliche Infos drin. Seit einigen Jahren werden Erkenntnisse aus Trainingsmethoden des Hochleistungssports immer mehr für Instrumentalisten aufbereitet, das ist auch hier der Fall.

Interessant ist dieses Zonendiagramm in dem dargestellt ist wie der Körper auf die Tempo-Herausforderung reagiert:

[Bild: img_profile1.gif]


und dieses Diagramm, in dem dargestellt ist wie eine Trainingseinheit aussehen sollte um diese Zonen zu erweitern:

[Bild: img_curve1.gif]


Vorallem der letzte Teil der Trainingseinheit, das \"wieder langsamer werden\", in dem wir sicher und locker werden können, das Gelernte kosolidieren, wird oft vergessen.

nun gut, zu diesem Thema später mehr, zurück zur \"Missisippi-Phase\", es ging um die Programierung unseres Roboterarms, worauf sollten wir achten währen dieses quälend langsamen Spiels. Ich löse die Sache mit Fs jetzt noch nicht auf, gebe aber mal ein paar Einblicke in die Betriebsanleitung des Roboters:

Betriebsanleitung

1. Die Hand arbeitet am besten als komplett gerundete, leicht geöffnete Faust. Die Finger stehen parallel zueinander und haben etwas Luft, die Fingerspitzen stehen auf einer Ebene so dass sie gleichzeitig das Griffbrett berühren können. Der Daumen steht als Antagonist gegenüber des 2. Fingers und dient als Kontaktpunkt auf der Unterseite des Halses. Eine unabhänge Beweglichkeit aller Finger wurde bei der Konstruktion leider nicht eingeplant, da seinerzeit davon ausgegangen wurde, dass die Hand vorallem dazu dient an Bäumen zu hängen und Feinde zu erwürgen. Unabhängig ist lediglich (und das war schon ein gewaltiger Fortschritt!) Daumen und Zeigefinger, 2.3.+4. Finger hängen zusammen und können schlecht eigenständig bewegt werden, ein Update ist nicht in sicht.

2. Die Hand sollte deshalb stets als eine Einheit betrachtet werden, die Idealstellung sollte nur verändert werden, wenn keine andere Möglichkeit besteht die gewünschte Position einzunehmen.

3. Die Handmuskulatur allein ist nicht geeignet die Aufgaben ohne Betriebsstörungen durchzuführen. Bei Zuwiderhandlung wird keine Haftung für ernste Schäden wie z.B. Sehnenscheideentzündungen übernommen. Deswegen sollten bei der Programierung komplexer Bewegungsabläufe immer die grössere Muskulatur des Arms und die Gelenke der Hand, des Ellenbogens und der Schulter mit einbezogen werden.

4. Der erste, wichtigste, Hebel für Positionswechsel ist die Schulter! Zur Verdeutlichung dieser Grundfunktion empfehlen wir folgenden Betriebstest:

Nehmen Sie bitte die Idealposition der geöffneten Faust ein und halten sie auf Brusthöhe, so dass Sie in die Handfläche hineinschauen können.

Nun nutzen Sie das Schultergelenk in der Weise, dass sich der Oberarm in Schulterlinie vom Körper entfernt und wieder zurückkehrt. Betrachten Sie dabei ihre Hand! Beachten Sie wie die Linie der Fingerspitzen zunächst parallel zum Boden verläuft, dann in einen 90grad Winkel zum Boden wechselt und wieder zurückkehrt.

Transportieren sie nun die Hand zum Instrument. Setzen Sie die Idealstellung so auf, dass die Fingerspitzen in der 4. Lage knapp über der G-Saite schweben, der Daumen berührt gegenüber des 2. Fingers die Unterseite des Halses. Nun bewegen Sie das Schultergelenk so, dass sich der Ellenbogen vom Körper entfernt und wieder zurückkehrt.
Beachten Sie dabei Ihre Finger, nein, bewegen Sie die Finger nicht!! Schauen Sie nur zu und spüren Sie wie die Schulter eine Bewgung des Arms steuert die wiederum Ihre Finger auf dem Griffbrett hin un her transportiert. Prägen Sie sich diese Bewegung bitte ein und merken sich folgende Grundregel:

Ellenbogen nah am Körper: Längsstellung, die Finger sitzen nebeneinander auf einer Saite
Ellenbogen entfernt vom Körper: Querstellung, die Finger parallel zu den Bundstäbchen

.... soweit ein erster Auszug aus der Betriebsanleitung später mehr





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- Mjchael - 17-01-2008

@gitwork
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Gruß Mjchael
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- ErnieohneBert - 17-01-2008

so, also ich werde mir nun mal die 2 Programme genauer mit Vollversion anschauen und dann berichten. Vorausgesetzt ich krieg die irgendwie *g*

mfG Matze


- ErnieohneBert - 17-01-2008

Sodala, also das Speed Program ist im ersten Eindruck sehr gut.
Gibt einem jedoch keinen Plan vor und man muss das selber in die Hand nehmen und entscheiden was man trainieren möchte.
Am Anfang muss man seinen eigenen \"Speed\" bei z.B. nur Abschlägen testen usw. und danach ermittel das Programm dann eine Geschwindigkeitskurve, nach welcher dann später in den ausgewählten Übungen trainiert wird. (Siehe Beispiel von @gitwork)

Außerdem wird mehr oder weniger über Anschlagarten (Alternate Picking etc.), sowie über Pulloff, Hammeron, Tapping etc. gesagt. Der Autor beschränkt sich halt nur auf das wichtigste und Fragen werden vermutlich offen bleiben.
Also mir kommts grad vor wie son genereller Gitarrenguide mit Hauptmerkmal auf Speed, welcher alle Themen aufgreift, welche für hohe Geschwindigkeit benötigt werden.
Auf Sachen wie Scalen, welche oftmals im schnellen Spiel von z.B. Metal Bands verwendet werden, wird jedoch nicht eingegangen.




Das Scalen Program ist für die ganz normalen Scalen auch sehr gut, würde ich aber generell nicht empfehlen, da einfach nicht alles über Scalen, vorallem alle Arten nicht aufgegriffen werden.


Also wie gesagt, alles nur der Ersteindruck und einen Nutzen haben beide Programme sicher. Wahrscheinlich etwas teuer aber der ein oder andere wird eh versuchen, auf andere Art auf die Programme zuzugreifen :rotate: *g*


mfG Matze


- ErnieohneBert - 17-01-2008

Zitat:Original von gitwork:


Betriebsanleitung

Ellenbogen nah am Körper: Längsstellung, die Finger sitzen nebeneinander auf einer Saite
Ellenbogen entfernt vom Körper: Querstellung, die Finger parallel zu den Bundstäbchen

.... soweit ein erster Auszug aus der Betriebsanleitung später mehr

Musste ehrlich gesagt ein paar mal lachen, weil der Vergleich einfach super ist Smile)

Wegen der Querstellung, ist diese für das Gitarrespielen nicht völlig nutzlos? (Glaube aber dass es nicht nutzlos ist, mir kommt nur grad nicht in Sinn für was man das gebrauchen kann *g*)


mfG Matze


- gitwork - 18-01-2008

:teufel:

na greif zum Beispiel mal nen H7 in der 1.Lage, wo stehen da die Finger? und dann versuch mal nach G7 zu wechseln....
--
:_pirate:

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- cottonman - 18-01-2008

Yo, Hagen. gut dich wieder aktiv im Forum zu sehen.

Entspannung, Entspannung, Entspannung.................

Ein Zauberwort!!

Habe gerade die Gitarre gewechselt, von Dreadnaught auf Jumbo.
Da muss man ganz neue Koerperhaltung lernen. Hab natuerlich gleich so weitergemacht, wie vorher, und wunderte mich dann, dass am Abend das Voltaren aufgeschmiert werden musste. Voll den Ruecken verspannt. Nun habe ich diesen Thread auch verfolgt, danach gehandelt, und siehe da, die \"Big Bertha\" faengt an, das zu tun, was ich will.

guter Thread, und viele gute Tips. Thanks

Saludos

--
Life s a bitch, and then you die.


- ErnieohneBert - 18-01-2008

Zitat:Original von gitwork:
:teufel:

na greif zum Beispiel mal nen H7 in der 1.Lage, wo stehen da die Finger? und dann versuch mal nach G7 zu wechseln....

Muss ich heut Abend mal schauen, im mom sagen mir die Akkorde nix, weil ich dort mit meim Lehrer noch nicht angekommen bin *g*.
Aber wenn ich mir versuch das vorzustellen, wird dabei genau die Bewegung benötigt, welche aus der Schuler kommt :rotate:

Keine Akkorde aber Pentatonic Scales und so .... naja mei hehe


mfG Matze